Kapitel 29
Banküberfall in Hamburg
Vor diesem Schuldner wird Peter Klerks ausdrücklich gewarnt – er soll einen Mann auf offener Straße unter Waffengewalt nackt ausgezogen haben, und genau zu ihm muss der Geldeintreiber nun fahren.
WAHRE GESCHICHTEN EINES GELDEINTREIBERS
Was ein Geldeintreiber bei Luxus, Pleite und Statusgehabe wirklich erlebt.
Nicht der Schläger aus dem Fernsehen — ein Handwerker, fast ein Mediator. Über tausend Fälle in zweiundzwanzig Ländern, kurios, menschlich und kein einziger erfunden.
Ohne Umsatzsteuer (§ 19 UStG), zzgl. Versandkosten
Als das Fernsehen anklopfte, sagte er Nein.

Worum es geht
Mit Anfang zwanzig musste Peter Klerks lernen, Geld einzutreiben — nicht aus Ehrgeiz, sondern aus Not. Aus über tausend Fällen hat er die kuriosesten ausgewählt: ein Blick hinter die Kulissen einer Welt, die man sonst nur aus Vorurteilen kennt — vor allem aus dem Luxussegment, wo Zahlungsunlust selten echte Not bedeutet.
Geschichten zum Schmunzeln und zum Nachdenken über Verantwortung, Moral und Lebenswege. Kein Jurabuch, keine Moralbibel — einfach echt.
Sechs Geschichten von der Straße – ohne Drehbuch, ohne Dramamusik. So ist es passiert.
Kapitel 29
Vor diesem Schuldner wird Peter Klerks ausdrücklich gewarnt – er soll einen Mann auf offener Straße unter Waffengewalt nackt ausgezogen haben, und genau zu ihm muss der Geldeintreiber nun fahren.
Kapitel 13
Der Schuldner ist mitsamt seinem geleasten Sportwagen verschwunden – die Spur führt von der Düsseldorfer Nobelgegend bis in eine Kurklinik tief im Schwarzwald.
Kapitel 20
Ein abgelegener Reiterhof mitten im Wald, eine Oberklasse-Limousine im Innenhof und ein Freund der Kundin, der schon vorab als alles andere als umgänglich beschrieben wird.
Kapitel 14
Ausgerechnet der Mann, der jahrzehntelang offene Forderungen eintreibt, gerät selbst zwischen Familiengericht, Unterhaltspflicht und ein Schicksal, das er bei seinen Schuldnern täglich erlebt.
Kapitel 30
Der gesuchte Schuldner ist Taxifahrer, hat keinen festen Wohnsitz mehr und lebt in genau dem Wagen, der sichergestellt werden soll – ein einziger Funkspruch der Zentrale könnte alles platzen lassen.
Kapitel 21
Eigentlich heißt er Thomas – doch warum Peter Klerks seinen chaotischsten Abschlepp-Partner ausgerechnet „Charly“ tauft und welche tonnenschweren Transporte der anzettelt, ist eine Geschichte für sich.
Was bleibt
Schulden zu haben, ist keine Ehrensache.
Geld ist nur ein Zahlungsmittel. Kein Seelentröster, kein Wunderheiler, kein Statussymbol.
Jede Anschaffung will genau geprüft und hinterfragt werden.
Eine Unterschrift, und man ist dran.
Vorwort
Inkasso ist wichtig. Man stelle sich vor, es gäbe in unserer Wirtschaft kein Inkasso. Alles müsste über Rechtsanwälte oder Gerichte abgewickelt werden. Praktisch, terminlich und personell nicht erfüllbar. Keine Kommunikation zwischen Gläubiger und Schuldner, nur noch stupide rechtliche Korrespondenz in Form von Aufforderungen, Fristsetzungen und Klageverfahren.
Inkasso hingegen ist ein Handwerk. Eine Moderation, ja fast sogar eine Mediation zwischen den verstrittenen Parteien.
Das will gelernt sein. Fingerspitzengefühl und ein juristisches Grundwissen müssen hier zu einem funktionierenden Handwerk verkoppelt werden. Gäbe es diese Möglichkeiten für Gewerbetreibende, Banken und Privatleute nicht, würden unsere Wirtschaft und die Gerichte wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit kollabieren. Allein deshalb sollte das Wort „Inkasso“ nicht negativ belastet sein. Im Gegenteil.
In der Vergangenheit wurde ich oft gefragt, ob ich nicht mal ein Buch schreiben wolle, nachdem ich oft in gemütlicher Runde und in fortgeschrittener Zeit einige Vorkommnisse aus meinem Leben geschildert hatte.
… weiter geht es im Buch.
Hinter den Fällen

Peter Klerks rutschte mit Anfang zwanzig nicht aus Berufung, sondern aus blanker Notwendigkeit ins Inkasso. Eine frühe Scheidung und der Unterhalt für zwei Kinder zwangen den jungen Mann, hinter ausstehendem Geld herzusein – erst für andere, bald für sich selbst. „Geldeintreiber wider Willen und aus Geldnot“ nennt er es heute, mit der Gelassenheit eines Mannes, der gelernt hat: Geld ist nur ein Zahlungsmittel – kein Seelentröster, kein Statussymbol.
Das Handwerk lernte er in der Rechtsabteilung einer Privatbank und vor allem von Hubert P., dem Außendienstler, der ihm beibrachte, dass der Weg auf Augenhöhe zum Schuldner mehr Türen öffnet als Arroganz und Drohung. Aus diesem Geist heraus baute Klerks seine eigene Praxis: Deeskalation zuerst, Respekt immer, und ein Gespür für die Geschichte hinter jeder Schuld. Über tausend Fälle hat er so begleitet – mit Fingerspitzengefühl, juristischem Grundwissen und einer ordentlichen Portion Menschenkenntnis.
Sein Revier wurde das Luxussegment: Sportwagen, Oberklasse-Limousinen, Leasing-Karossen. In zweiundzwanzig Ländern suchte er nach unterschlagenen und geraubten Fahrzeugen, sah dabei auch in Gewehrläufe und spürte ein Messer am Hals – und kam doch jedes Mal heil und meist mit einem trockenen Lächeln wieder heraus. Vierzig Jahre lang blieb das Geldeintreiben sein Beruf und seine Berufung. Etwas anderes, sagt er, kann er sich längst nicht mehr vorstellen.
Die 70er
Als sprach- und gestaltungsbegabter Jugendlicher der „goldenen 70er“ lernt er zunächst das Lithographen-Handwerk in einer Offset-Druckerei – vom Inkasso noch weit entfernt.
Anfang 20
Eine frühe Scheidung und Unterhalt für zwei Kinder zwingen ihn, Geld einzutreiben – erst für den Vater, dann auf eigenen Beinen, anfangs sogar ohne eigenes Auto.
Die 80er
In der Rechtsabteilung einer Privatbank lernt er das Handwerk – und von Außendienstler Hubert P., dass man Schuldnern auf Augenhöhe begegnet, nicht von oben herab.
Die 80er
Nachdem man von ihm Abendeinsätze „ehrenamtlich und kostenlos“ verlangt, macht er sich selbständig – mit eigener Inkassogenehmigung und dem Fokus aufs Luxussegment.
Quer durch Europa
In zweiundzwanzig Ländern sucht er nach unterschlagenen und geraubten Fahrzeugen – blickt dabei in Gewehrläufe und wird auch mit dem Messer bedroht.
40 Jahre
Über tausend Fälle und vier Jahrzehnte später ist das Geldeintreiben längst Berufung – deeskalierend, respektvoll und mit unverwüstlicher „Steh-auf-Strategie“.
Aufgeschrieben, wie es war. 32 kurze, in sich abgeschlossene Kapitel — das Buch für Nachttisch, Bahn und Urlaub. Kein Jurabuch, keine Moralbibel, einfach Geschichten zum Schmunzeln.
16,90 €
Handlich und leicht — das klassische Bahn-, Urlaubs- und Mitnehm-Buch.
Holen24,90 €
Fester Einband, Lesebändchen, hochwertiges Papier. Derzeit vergriffen — die nächste Auflage ist in Arbeit.
Benachrichtigen lassen9,99 €
Schriftgröße verstellbar, gewichtslos auf Reisen. In Vorbereitung.
Benachrichtigen lassenSigniert — vom Geldeintreiber persönlich
Das Taschenbuch auch mit persönlicher Widmung: Ihr Name, ein paar Zeilen, mit der Hand geschrieben. Keine Massenware, kein Drehbuch. Solange er es mit der Hand schafft.
Signiertes Exemplar bestellen →Das Mitbringsel für den, der schon alles hat — Vatertag, Geburtstag, Männerrunde.
Print · ISBN 978-3-9828-7611-5 · Versand aus Deutschland
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